Verschlossene Türen und Scrum

Erstellt am 27 November 2012
von Schreibe einen Kommentar

Gestern traf ich eine neue Kollegin des Nachbarprojektes vor der verschlossenen Tür ihres Projektbüros. Wir begannen uns über unsere Projekte auszutauschen und es stellte sich heraus, dass wir gerade am gleichen Thema arbeiten, allerdings in verschiedenen Projekten. Der Wissensaustausch war für uns beide informativ und gewinnbringend. Auf dem Nachhauseweg musste ich über die Begegnung nachdenken und mir sind Parallelen zur agilen Vorgehensweise aufgefallen.

Agile Transition – wenn aus der Zeit des Wasserfalls noch Altlasten bestehen

Erstellt am 23 Oktober 2012
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Agile Entwicklungsmethoden gewinnen stark an Bedeutung und lösen zunehmend phasen- und dokumentengetriebene Vorgehensweisen ab. Werden agile Prinzipien und damit verbundene Entwicklungstechniken konsequent eingesetzt, wird die Qualität steigen und die Fehlerzahl tendenziell sinken. Aber es gibt auch noch die Zeit vor der Umstellung auf agile Entwicklungsmethoden. Aus diesen Zeiten werden – gerade in großen Organisationen – häufig große Fehlerberge in die neue Zeit überführt. Um diese Fehler kontinuierlich abzubauen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die nachfolgend vorgestellt werden.

Story-Requirements – ein Gedankenspiel

Erstellt am 2 Oktober 2012
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Spätestens seit sich die agile Softwareentwicklung als alltagstaugliche und in einigen Entwicklungsbereichen auch als alternative Vorgehensweise durchgesetzt hat, sind die User Stories fester Bestandteil der Entwicklung. Die Requirements sind aber als Entwicklungsartefakt nicht ausgestorben. So existieren in vielen Unternehmen beide Artefakte – User Story und Requirement – nebeneinander, quasi stellvertretend für die agile und die klassische Welt. Lassen Sie sich mit dem nun folgenden Gedankenspiel auf eine mögliche Verschmelzung dieser Artefakte ein.

Die Diskrepanz zwischen Anforderung und Implementierung

Erstellt am 25 September 2012
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This entry is part 1 of 3 in the series Anforderung und Implementierung

Man kennt den klassischen Weg, Anforderungen zu spezifizieren: ein Spezifikationsdokument mit den Kundenanforderungen wird erstellt (oft “Lastenheft” genannt), dann ein Dokument, das die Umsetzung der Kundenanforderungen beschreibt (oft “Pflichtenheft” genannt).

Ist damit sichergestellt, dass die Implementierung korrekt sein wird?

Rollenkonflikte in agilen Umgebungen

Erstellt am 18 September 2012
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Mit der Einführung von Scrum werden die Rollen Scrum Master, Product Owner und Entwicklungsteam neu eingeführt. Im Fokus dieses Beitrages steht der Product Owner. Der Product Owner ist verantwortlich für den Produkterfolg und für den Wert, den die Arbeit des Entwicklungsteams liefert (Scrum Guide). Der Product Owner tritt dem Entwicklungsteam als Kunde bzw. als Kundenstellvertreter (Kundenproxy) gegenüber. Er alleine entscheidet und verantwortet welche Anforderungen wann umgesetzt werden. Damit übernimmt er die Aufgaben des Anforderungsmanagers, des Produktmanagements, des Business Analysten oder des Projektleiter (entscheiden Sie bitte selbst, welche Rollen in Ihrem Unternehmen diese Aufgaben wahrnehmen). Die Anforderungen definiert der Product Owner selbst, gemeinsam mit dem Entwicklungsteam oder erhebt sie bei seinen Stakeholdern.

________ Retrospektive ________

Erstellt am 28 August 2012
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Für Scrum bereit, das Board an der Wand, Cards die jeder mag.
Wertvoll die Zeit, das Heft in der Hand, Conversation jeden Tag.

Die Story ist klar? Der Sprint in Gang, die Tasks bleiben aber liegen.
Confirmation ist rar, dem Product Owner ist bang,
das Inkrement kann so keiner kriegen.

Das Desaster ist da, das Team ist frustriert, niemand will es begreifen.
Architekt denkt Hurra, weil Software nicht funktioniert
– die Organisation muss reifen!

Nichts hat sich verbessert, meint der Kunde sauer, warum will mich keiner verstehen?
Wissen verwässert, technische Schulden auf Dauer
 – ohne gutes RE, wird es auch agil nicht gehen.

Optimal und doch schlecht

Erstellt am 21 August 2012
von Schreibe einen Kommentar

„Vor 6 Monaten haben wir SCRUM eingeführt, uns Berater und Coaches ins Haus geholt und alle geben ihr Bestes. Und trotzdem sind wir nicht schneller in der Entwicklung geworden und die Qualität läßt immer noch zu wünschen übrig. Wie kann das sein?“

Da kann man nur eines mit Sicherheit sagen: SCRUM ist nicht schuld daran. Möglicherweise sind auch die Berater nicht schuld daran, auch wenn Einkäufer dazu tendieren, die billigsten Angebote anzunehmen. Hinter dem ausbleibenden Erfolg steckt typischerweise ein ganzes Bündel von Ursachen, zu denen die Angst vor Neuem, Missverständnisse, Ignoranz, ungenügende Information, Karrieredenken und Silo-Mentalität gehören. Ich möchte heute auf ein Problem näher eingehen, das in den genannten Ursachenkategorien verankert und überall anzutreffen ist. Wer Entscheidungen trifft, glaubt häufig, die bestmögliche Entscheidung zu treffen – aber sehr häufig ist dieses „bestmöglich“ nur das beste für diese Person selbst oder ihre Abteilung, nicht aber für die Gesamtorganisation. Es ist eine lokale Optimierung.

Agilität ist keine Ansichtssache

Erstellt am 19 Juni 2012
von Schreibe einen Kommentar

Wir sind mittlerweile recht gut darin, Informationen zu analysieren und zu verwalten (z.B. Anforderungen), komplexe Strukturen in einfachere Substrukturen herunterzubrechen etc., also darin, statische oder strukturelle Komplexität zu meistern. Warum tendieren dann „große“ Systeme (v.a. Softwaresysteme) dazu, immer „schlechter“ zu werden mit einem stetig anwachsenden Fehlerberg?

Agilität beginnt im Kopf

Erstellt am 15 Mai 2012
von Schreibe einen Kommentar

In der Softwareentwicklung will heute praktisch jeder agil sein. Das klingt modern und dynamisch. Liest man die Werte, die hinter dieser Idee stecken (agiles Manifest), versteht man leicht, warum.

  • Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge
  • Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlung
  • Reagieren auf Veränderung ist wichtiger als das Befolgen eines Plans

Es liegt aber im Wesen des Menschen, Ideen (auch gute) falsch zu verstehen – manchmal auch absichtlich, um eigene Interessen zu verfolgen.