Veränderung und Stabilität.

Zwei Schlagwörter, die die Meisten nicht im gleichen Satz verwenden würden. Dazu haben wir uns im Rahmen einer Vernissage die Frage gestellt: “Wie wird in Organisationen mit dem Bedürfnis nach Stabilität und Veränderung umgegangen?” Wandel und Veränderung werden oft von Unsicherheit begleitet. Vertrauen und Mut müssen durch Kooperation, Solidarität und Hilfsbereitschaft gestärkt werden.

Eine Frage der Haltung

Agilität ist eine Haltung. Es gilt, die richtige Haltung zu erkennen, zu fördern und gegebenenfalls Haltung ganz neu zu lernen. Spannend wird es, wenn man sich den ersten Schritt eines Entrepreneurs anschaut: Er evaluiert seine Ressourcen und fragt sich dann, welche dieser Ressourcen er investieren kann, ohne sich selbst existentiell zu bedrohen. Nicht „was kann ich gewinnen?“, „sondern was darf ich verlieren?“ treibt meine Handlungen. Doch mit der zentralste Punkt ist der der radikalen Selbstverantwortung. Stellvertretend dafür hatten wir hier auch unser Ausstellungsstück: den Piloten. Steuert dieser auf einen Berg zu, so hat er zwei Möglichkeiten – zum einen, er schreit den Berg oder seinen Co-Piloten an, der Berg möge doch aus dem Weg gehen. Oder er berechnet, wie lange es denn dauert bis der Berg von alleine errodiert? Alles nicht das, was ein Pilot machen würde, oder? Er fokussiert sich auf das, was er ändern kann.  Nur das, was man selbst verantwortet, kann man auch verändern. Die Haltung der Agilen Welt erfordert viel Disziplin. Es ist mit Sicherheit nicht der leichte Weg, aber der, der Erfolg zumindest wahrscheinlicher werden lässt, in einer Welt, in der nichts sicher ist.  

 

Ziele und Visionen

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“, waren die Worte von Antoine de Saint-Exupery.

Eine Agile Transformation ist wie der Start einer Reise oder einer Bewegung auf der man sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auf den Weg macht. Wie beim Erklimmen eines Gipfels. Doch so ein Erklimmen des Gipfels ist viel leichter, denn alle in der Gruppe haben das Ziel vor Augen. Man kann darüber diskutieren, wie man das Ziel erreicht, welchen Weg man einschlägt, aber das Ziel ist für alle gleich. Und genau dasselbe müssen wir auch am Anfang der Agilen Transformation erreichen. Ein Ziel, das alle begeistert und auf das sie sich committen können.  

Das Zürcher Ressourcen Modell nennt drei Aspekte für ein gutes Ziel:

  1. Ein Ziel soll positiv formuliert sein, so wie ein Unternehmen, ein Team oder ein Mensch sein will, und nicht negativ, wie er nicht sein will.
  2. Ein Ziel soll vollständig unter eigener Kontrolle sein, also nicht abhängig von anderen.
  3. Ein Ziel soll demjenigen, der es verfolgt, ein gutes Gefühl geben.

 

Wenn Du mehr zu diesen Themen wissen willst, lies den “Landscape-Artikel” von Jens Donig.

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