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25 Februar 2014 @ Frank Stöckel

FORPS gefällig?

FORPS hat weder etwas mit dem Wirtschaftsmagazin FORBES noch mit FURPS, dem Ansatz SW-Qualitätsanforderungen zu finden, zu tun. Obwohl durch FORPS Projekte von FORBES besser laufen können und FORPS Sie bei der Findung von Anforderungen auch indirekt unterstützen kann.

Tja, was ist nun FORPS?

FORPS heißt Feature Organisation Role Phase driven Stakeholder – Matrix und kann Sie unterstützen, bevor Sie Anforderungen erheben, die dafür erstmal notwendigen, richtigen und wichtigen Stakeholder zu finden. Dies stellt in komplexen und undurchsichtigen Projekten einen entscheidenden Erfolgsfaktor dar. Zu einem frühen Zeitpunkt die erfolgskritischen Stakeholder zu finden, auf die man beim ersten Nachdenken erstmal nicht kommt, ist essentiell. Weil einfach nur überlegen „wer sind meine Stakeholder?“ ist nicht mehr ausreichend. Wir (Florian Engel, Anton Granget u. a.) haben uns Gedanken gemacht wie dieses Problem anzugehen ist. Dazu haben wir uns einen Prozess überlegt, der interne wie auch externe Stakeholder strukturiert erhebt. Dies wird basierend auf den im Namen enthaltenden Kriterien wie „Feature“, „Organisation“, „Projekt-Rollen“ und deren „Phasen“ durchgeführt und geschieht in einer vorgegebenen Reihenfolge getrennt nach internen und externen Stakeholdern.

Ein Element dieses Prozesses ist z. B. ein klassisches Organigramm eines Unternehmens anhand dessen man sich überlegt, wer davon wirkliche Stakeholder für das zu entwickelnde Produkt ist. Über Organigramme können auch Abhängigkeiten zwischen Organisationseinheiten festgestellt werden, die u. U. helfen, weitere wichtige Stakeholder in einem Unternehmen zu identifizieren. In dem folgenden Organigramm in Abbildung 1 können beispielsweise sehr schnell potentielle interne Stakeholder gefunden werden. Selbstverständlich im Kontext der konkreten Entwicklung, also mit dem Gedanken „Ist dies ein relevanter Stakeholder für meine konkrete Entwicklung?“. Diese Entwicklung kann z. B. eine Produkt- wie auch Auftragsentwicklung sein, die aber zu unterschiedlichen Ergebnissen der Analyse führen kann.

 

Abbildung 1 – Organigramm

Ebenso können Projektphasen, Rollen im Projekt wie auch Produktmerkmale helfen, früh die richtigen Stakeholder zu finden. Mehr Details bzw. noch weitere Themen in diesem Kontext können Sie auf der REConf 2014 im Workshop http://www.hood-group.com/reconf/reconf-2014/programm/workshops/gtws-d1/ erleben.

Fortsetzung folgt.

 

Frank Stöckel

Kontaktieren Sie Michael Jastram

Herr Frank Stöckel ist als Principal Consultant im Bereich Requirements Engineering (RE) tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Einführung von Requirements Engineering in Entwicklungsunternehmen mit Hilfe von Assessments, Seminaren, Workshops und Coaching. Fokus hierbei stellen wichtige initiale Pilotprojekte dar, die dann in unternehmensweite Prozessverbesserungsmaßnahmen führen, um RE langfristig in Entwicklungsunternehmen zu etablieren. Herr Stöckel führt Werkzeugauswahlverfahren für RM Tools durch, erarbeitet Konzepte zur Realisierung und Einführung von DV-Lösungen unter Einbindung von Werkzeugen des gesamten Entwicklungsprozesses. Darüber hinaus hat er in den letzten Jahren insbesondere in der Automobilindustrie Produktivstellungen (Roll-Outs) sowie Prozessentwicklungen von Anforderungsmanagement inkl. angrenzenden Prozessdisziplinen wie Projekt- und Testmanagement, Änderungsmanagement, Systemmodellierung, Lieferantendatenaustausch etc. erfolgreich geleitet. Kenntnisse in Modellierungstechniken runden sein Profil ab. Als erfahrener Trainer gibt er sein vielfältiges Wissen weiter, z.B. auch als akkreditierter Trainer für den Kurs „Certified Professional Requirements Engineering - Foundation Level".