Als das Video von Christian Lindner’s Wutrede durch die sozialen Medien ging, war der Aufschrei nach einer positiven Fehlerkultur groß.

Doch warum brauchen wir diese positive Fehlerkultur?

Fehler tun weh. Niemand von uns gesteht sich gerne selbst ein, dass er einen Fehler begangen hat. Es ist uns peinlich und wir sind oftmals Meister im Verdrängen von Fehlern. Wir haben Angst, dass wir vor den anderen dumm dastehen, dass wir das Gesicht verlieren.

Doch im Grunde erreichen wir damit nur, dass wir uns nicht mit unseren Fehlern auseinandersetzen. Wir berauben uns der Möglichkeit aus unseren Fehlern zu lernen. Die Lean StartUp Methode hingegen setzt ganz bewusst auf diesen Lerneffekt durch Fehlermachen. „Fail Fast“ ist hier ein Paradigma. Dieses Vorgehen verlangt von uns ein Umdenken, welches Samuel Beckett in seinem Gedicht wunderbar ausgedrückt hat.

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Wir müssen lernen aus unserem Fehler zu lernen, um das nächste mal „bessere“ Fehler zu machen. Leute wie der Xing-Gründer Lars Hinrichs oder Paypal-Chef Max Levcin können uns hierbei Vorbilder sein. Max Levcin ist als Gründer mir vier Unternehmen gescheitert, bevor er mit PayPal erfolgreich war.

Doch wie erlangen wir diese positive Fehlerkultur?

Eine Möglichkeit ist, dass wir unsere Fehler und Erkenntnisse mit anderen teilen. Genau dies haben fünf Freunde 2012 in Mexiko City gemacht und damit eine globale Bewegung namens „FuckUp Nights“ erschaffen. Diese hat zum Ziel eine Umgebung zu schaffen, in der das Teilen von Fehlern und den daraus gewonnen Erkenntnissen natürlich ist.

Ich würde mir wünschen, dass wir alle positiver mit Fehlern umgehen und bereit sind,  unsere Fehler mit anderen zu teilen. Fangen Sie an dieses zu tun, sei es im kleinen Rahmen oder als Sprecher bei einer der FuckUp Nights in Deutschland. Ich freue mich von Ihnen zu hören!