Was ist Empirisches Requirements Engineering?

Erstellt am 6 Februar 2019
von Schreibe einen Kommentar

Als Apple das iPhone 2007 veröffentlichte, löste es eine Revolution auf dem Mobilfunkmarkt aus. Steve Jobs wurde als innovatives Genie gefeiert.

Heute haben alle Smartphones Touchscreens. Damit kann man niemanden mehr begeistern. Innovation bedeuetet, am Puls der Zeit zu bleiben. Und ein Augenmerk auf die Kundenbedürfnisse zu haben.

Genau darum geht es in der agilen Entwicklung laut Jeff Sutherland, Vater von Scrum, dem erfolgreichsten agilen Framework:

Innovation is what agile is all about.

Quelle: Embracing Agile, https://hbr.org/2016/05/embracing-agile

Kern von Scrum ist die Entwicklung in Sprints von wenigen Wochen. Am Ende des Sprints steht ein „Produkt-Inkrement“. Zum Beispiel fertig entwickelte, getestete und dokumentierte Software.

So kann das Team regelmäßig Feedback einholen. Die wichtigsten Stakeholder sind die externen Kunden. Durch das Einarbeiten ihres Feedbacks maximiert man ihre Zufriedenheit.

Empirisches Requirements Engineering heißt: Das Team vereinbart erst am Anfang des Sprints die umzusetzenden Anforderungen. Basierend auf aktuellem Wissen.

Man versucht nicht, Entwicklungsumfänge Monate im Voraus detailliert zu planen. Fachkonzepte, Lastenhefte oder Pflichtenhefte sind passé.

Stattdessen akzeptiert man, dass Anforderungen veralten. Während der Entwicklung gewinnt das Team neue Erkenntnisse über Kundenbedürfnisse. Und über die technologische Umsetzung. Details von Anforderungen werden erst kurz vor der Umsetzung festgelegt.

Empirisches Requirements Engineering: Die 3 Planungsebenen

Heißt das, man muss jede Planung aufgeben, die über einen Zwei-Wochen-Horizont hinausgeht? Nein!  Nur: je weiter man in die Zukunft plant, desto gröber wird die Planung. Dadurch wird die Planung robuster gegen Änderungen.

In der Praxis haben sich drei Planungsebenen für ein Produkt bewährt:

  • Man muss das große Ganze im Blick behalten. Eine Produktvision ist der Nordstern für die Entwicklung. Sie adressiert die Kundenbedürfnisse und gibt die Richtung vor. Sie sorgt für Motivation, als Team an einem Strang zu ziehen.
  • Die Planung der Lieferung kann mehrere Sprints umfassen. In der Softwareentwicklung wird auch von Releaseplanung gesprochen. Wichtig ist, dass man auf Details der Anforderungen weitgehend verzichtet. Eine gut geeignete Praktik ist Story Mapping.
  • Die Planung des Sprints erfolgt in Scrum mit Hilfe der Backlogs. Das Team legt die Details der Anforderungen fest. Also zum Beispiel die Akzeptanzkriterien von User Stories. Auch während des Sprints kann das Team Anforderungen noch detaillieren.

Wenn Sie mehr über Empirisches RE wissen wollen, treffen wir uns im CARS-Kurs. Mehr zur Wandlung der Märkte lesen Sie in diesem Blogbeitrag.


Starting Agile Development of Systems – The Top 5 Questions

Erstellt am 15 Januar 2019
von Schreibe einen Kommentar

There is an increasing interest in developing hardware and systems in an agile way. In October 2018, the participants of the Agile Systems Conference in Munich (ASK) discussed some of the most interesting questions within an Open Space.

Agile Development of Hardware and Systems

Agile Systems Engineering (agile SE) is a hot topic in the development community. One the one hand, many people doubt if agile development is possible not only for software but also for hardware and systems. On the other hand, companies like WIKISPEED, SAAB, MAGURA, BLUNK Electronic etc. already build cars, aircrafts, e-mobility components and printed circuit boards in an agile way and with great success.

Open Space Results

The ASK offered an Open Space to discuss questions and topics of participants. The following top 5 questions were discussed. The results reflect approaches when starting agile SE:

Epics sind tot

Erstellt am 2 Januar 2019
von Schreibe einen Kommentar

Was wurde nicht schon alles für tot erklärt? Schon vor Jahren wurde Test Driven Development beerdigt. Merkwürdigerweise verbreitet es sich trotzdem immer weiter. Natürlich ist auch Agil tot. Obwohl  selbst traditionsreiche Unternehmen mittlerweile mit Scrum in Berührung gekommen ist.
Totgesagte leben länger, sind aber immer gut für eine schmissige Überschrift.
In diesem Sinne. Werden Sie Zeuge, wie ich Epics als agile Praktik zerstöre.

Daily Build@Hardware – Workshop – Rückblick auf die ASK 2018

Erstellt am 11 Dezember 2018
von Schreibe einen Kommentar
This entry is part 2 of 2 in the series Hardware Scrum

Neue Brücken bauen und alte Brücken umsichtig abbauen – so auch die Devise bei der agilen Systementwicklung. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BAB3-Talbr%C3%BCcke-Heidingsfeld-02.jpg

Wir von HOOD haben in diesem Jahr bereits das zweite Mal infolge zu unserer Agile Systems Konferenz – kurz ASK in München eingeladen. Neben interessanten Keynotes nehmen unsere Workshops einen wichtigen Teil der Konferenz ein. Der Workshop über den ich heute berichte, heißt „Daily Build@Hardware“.
Wir haben einen Nachmittag lang komplett spielerisch Entwicklungsmodelle erkundet. Der Output konnte sich sehen lassen: Wir bauten Lego-Autos und Papierfliegermodelle am laufenden Band. Doch unsere Modelle hatten einen schweren Stand. Schließlich mussten sie sich den schwierigsten Anforderungen und Testabläufen stellen.

Triablog V-Modell Teil 3: Das V-Modell ist tot, es lebe Scrum!

Erstellt am 8 Oktober 2018
von Schreibe einen Kommentar
This entry is part 3 of 3 in the series Triablog-Vmodel

Man sieht es den vielen Rettungsversuchen an. Das V-Modell wird gerade ausgemustert. Ist das V-Modell auch ein Diesel?

Verblüffend ähnlich der aktuellen Diesel-Diskussionen gibt es da auch ein „Euro-6 V-Modell“ Lager. Nur wird den Produktentwicklungsprozessen kein neuer Schadstofffilter dazugebaut, sondern agile „Schleifchen“.

Ich denke, die Geschichte wird sich wieder einmal wiederholen. Wieder mal eine „Kodakisierung“?

Entwickeln mit agilen Frameworks

Erstellt am 1 August 2018
von Schreibe einen Kommentar

Viele versprechen sich von agilen Vorgehensweisen die reibungslose Umsetzung von Entwicklungsprojekten. Unterstützung findet man in vielen verschiedenartigen „agilen Frameworks“. „Agile“, gesprochen: /ˈæʤl/, bringt natürlich nicht die Lösung aller Probleme. Jedoch kann ein Vorgehen anhand agiler Vorgehensweisen und Frameworks deutlich bei der Entwicklung helfen, gerade wenn man mit sich stark verändernden Märkten und komplexer werdenden Systemen konfrontiert wird.

Requirements Engineering für die 3 Amigos

Erstellt am 11 Juli 2018
von Schreibe einen Kommentar

Software beginnt als Idee, als eine Vision. Wenn der Visionär selbst Softwareentwickler ist, reicht das vielleicht schon, um ein großartiges Produkt zu entwickeln. Wenn dieser Visionär aber kein Entwickler ist, muss er das, was in seinem Hirn ist, in die Hirne anderer übertragen, die mit ihm die Software entwickeln. Und das geht nicht ohne Kommunikation.

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Agilität – eine Frage der Haltung

Erstellt am 26 Juni 2018
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Wenn ich gefragt werde, was Agilität für mich ausmacht, dann fallen mir nicht die Tools und die Praktiken ein. Agilität ist eine Haltung, die viele verschiedene Aspekte hat.  Für mich sind gerade zwei  Prinzipien relevant, die die indische Forscherin Saras Sarasvathi beschrieben hat. In ihrer Theorie des Effectuation geht es darum, das Naheliegende zu tun und radikale Selbstverantwortung zu üben – in Bezug auf meinen Anteil am Produkt, als auch in Bezug auf die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen.

Anforderungen mit User Stories und Akzeptanzkriterien agil managen – nur wie?

Erstellt am 25 Januar 2018
von Schreibe einen Kommentar

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie Sie Anforderungen in Ihrem Produktentwicklungskontext mit User Stories systematisch strukturieren sollten? Unter ständig einprasselnden Kundenäußerungen und neuen Erkenntnissen sollen alle Beteiligten wissen, was gefordert ist. Zudem soll genügend Information vorhanden sein, damit das Geforderte umgesetzt werden kann.

Warum Agil?

Erstellt am 19 Januar 2018
von Schreibe einen Kommentar

Wir bei HOOD hören die Frage „Warum Agil ? öfters und stellen diese Frage auch ebenso häufig. Um beim Finden einer Antwort zu helfen, haben wir uns überlegt, wir gehen einen für uns neuen Weg. Es ist ein Film entstanden, welcher einen kleinen Einblick geben soll, warum Agilität sinnvoll sein kann. Wenn Sie das auch so sehen oder vielleicht doch ganz anders, dann freuen wir uns auf Kommentare und Diskussionen.

Sie haben weitere Fragen?

Wenn Sie weitere Fragen haben, welche Ihnen auf der Zunge liegen, dann schreiben sie uns. Das HOOD-Videoteam (bestehend aus Alejandra Armendáriz, Moez Kribi und Alexander Holike) möchte die meist gestellten Fragen in nächsten Videos beantworten, getreu unserem Motto „Gemeinsam Neues voranbringen“.

Sollten Sie mit ihrer Organisation agil werden wollen, sei Ihnen unser Blog-Artikel von Florian Engel empfohlen: Warum sie als Unternehmen erfolgreicher sind.