„Deep Work“ als agile Praktik

Erstellt am 6 Dezember 2016
von Schreibe einen Kommentar

„Früher haben wir jeden Tag zwei bis drei Stunden in Meetings verquatscht, das war verschwendete Zeit“, sagte ein Entwickler kurz nach dem Beginn meines Engagements in seinem Scrum-Team zu mir. Aber dann: „Und jetzt quatschen wir den ganzen Tag im Team-Raum. Mit dem PO, mit UX- und Security-Experten oder weiteren Stakeholdern, um ‚schnell und direkt‘ Nachfragen zu Stories zu klären. Mit den anderen Entwicklern aus unserem Team, um Architekturen und Lösungskonzepte zu diskutieren. Mit den Kollegen aus anderen Teams, um Schnittstellen abzustimmen. Und jetzt mit dir, unserem Scrum-Master, weil ich davon genervt bin, dass ich nicht zum Coden komme. Vielleicht sollten wir das in der nächsten Retrospektive thematisieren; also schon wieder reden, reden, reden, anstatt zu arbeiten. Und oben drauf kommt noch die Zeit für die Selbstorganisation der Abteilung und die Beteiligung der Mitarbeiter an der Weiterentwicklung der Firmenziele.“

Schwarmintelligenz – gemeinsam weiterhelfen

Erstellt am 18 Oktober 2016
von Schreibe einen Kommentar
Habe ich mich angemessen verhalten? Waren meine Handlungen in Ordnung? Haben wir eine passende Entscheidung getroffen? Was nun – wie geht es weiter? Fragen über Fragen. In unserem Beruf, sei es als Scrum Master oder agiler Coach, arbeiten wir in einem komplexen Umfeld. Da tut es gut, einmal sein eigenes Handeln zu reflektieren und ein konkretes Anliegen zu betrachten. Dazu möchte ich in diesem Blog-Beitrag ein Format für eine Gruppen-Supervision vorstellen.

Was genau ist eine Supervision?

In einer Supervision (lateinisch für Über-Blick) werden schwierige oder herausfordernde Situationen eines Supervisanden (Ratsuchende) gemeinsam mit einem Supervisor (eine Person oder Gruppe) reflektiert. Die konkrete Situation wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und es werden mögliche Handlungsvorschläge für das Anliegen erarbeitet.

Was benötige ich?

* einen Supervisand
* eine Gruppe von 3-7 Personen, welche als Supervisoren agieren
* einen Moderator
* mehrere Flipcharts, Stifte
* eine Metaplanwand oder ähnliches – näheres dazu später

Wie gehts? 

Scrum – the hard parts 2: sprint harder

Erstellt am 9 August 2016
von Schreibe einen Kommentar
This entry is part 2 of 2 in the series Scrum - the hard parts
Sprint_harder

Quelle: pixabay

Im ersten Teil dieser Serie habe ich meine persönliche Favoritenliste der „hard parts“ von Scrum vorgestellt und wie Sie diese gekonnt umschiffen können.

Auch im zweiten Teil möchte ich Ihnen einen bunten Strauß an Bad Practices und Workarounds anbieten – aus der Praxis, für die Praxis. Scheitern garantiert.

Viel Spaß!

Warum Agilität nichts mit Romantik zu tun hat

Erstellt am 22 März 2016
von 1 Komment

Was ist passiert?

Gestern habe ich ihn wieder gehört. Einen Satz, oder vielmehr einen Platzhalter für eine Vielzahl von Sätzen, die mich seit langer Zeit aufwühlen und unverstanden zurücklassen. Es sind Sätze wie:

Stell Dir vor, es ist Retro und keiner geht hin.

Erstellt am 26 Januar 2016
von Schreibe einen Kommentar

(Aufruf zur Blogparade)

Die Post-it`s sortiert, die Stühle aufgereiht und etwas zum Naschen in die Mitte gelegt, stehe ich kurz vor Beginn der Retro vor dem Flipchart und lasse den letzten Sprint nochmal gedanklich Revuee passieren. In den vergangenen Wochen ist wirklich viel passiert. Nicht nur thematisch und inhaltlich hat sich viel bewegt, auch innerhalb des Teams sind mir Entwicklungen aufgefallen, die es wert wären, angesprochen zu werden. Ich bin neugierig auf die nächsten 90 Minuten und erwarte mit Spannung, was gleich passieren wird.

Gegen das „Nicht Verstehen“ – SCRUM richtig Agil machen

Erstellt am 4 November 2015
von Schreibe einen Kommentar

SCRUM ist beliebt und erfreut sich einer immer weiteren Verbreitung. Aber nicht für alle, die sich dieser Methodik annähern, scheint es ein „Silver Bullet“ zu sein. Neben den vielen erfolgreichen Projekten gibt es eine ganze Reihe von Firmen, die noch  keine erfolgreiche Entwicklung mittels SCRUM erreichen konnten. Solche Schwierigkeiten werden kaum an die große Glocke gehängt, aber wenn man im Netz sucht, dann stößt man auf agile Coaches, die auch schon mal Ihr Leid klagen: