Optimal und doch schlecht

Erstellt am 21 August 2012
von Schreibe einen Kommentar

„Vor 6 Monaten haben wir SCRUM eingeführt, uns Berater und Coaches ins Haus geholt und alle geben ihr Bestes. Und trotzdem sind wir nicht schneller in der Entwicklung geworden und die Qualität läßt immer noch zu wünschen übrig. Wie kann das sein?“

Da kann man nur eines mit Sicherheit sagen: SCRUM ist nicht schuld daran. Möglicherweise sind auch die Berater nicht schuld daran, auch wenn Einkäufer dazu tendieren, die billigsten Angebote anzunehmen. Hinter dem ausbleibenden Erfolg steckt typischerweise ein ganzes Bündel von Ursachen, zu denen die Angst vor Neuem, Missverständnisse, Ignoranz, ungenügende Information, Karrieredenken und Silo-Mentalität gehören. Ich möchte heute auf ein Problem näher eingehen, das in den genannten Ursachenkategorien verankert und überall anzutreffen ist. Wer Entscheidungen trifft, glaubt häufig, die bestmögliche Entscheidung zu treffen – aber sehr häufig ist dieses „bestmöglich“ nur das beste für diese Person selbst oder ihre Abteilung, nicht aber für die Gesamtorganisation. Es ist eine lokale Optimierung.

CPRE Advanced Level Trainings bei HOOD

Erstellt am 10 August 2012
von Schreibe einen Kommentar
HOOD führt laufend Trainings für die Vorbereitung zum Advanced Level des Certified Professional for Requirements Engineering nach den IREB®-Lehrplänen durch.

Das IREB® hat sich zum Ziel gesetzt, ein Zertifizierungsmodell mit Lehrplänen und Prüfungen bereit zu stellen und damit die Standardisierung der Aus- und Weiterbildung im Requirements Engineering zu fördern. Hiermit soll letztlich die Praxis im Requirements Engineering und der Business Analyse verbessert werden.
Neben dem Foundation Level sind derzeit vom IREB® Lehrpläne für 2 Module des Advanced Level veröffentlicht und Prüfungen aufgelegt. HOOD bietet Trainings zu diesen beiden Modulen regelmäßig unseren Trainingscentern an. Beide Trainings können gerne auf Wunsch auch als In-House Training gebucht werden:
– CPRE Advanced Level – Elicitation & Consolidation
– CPRE Advanced Level – Requirements Modeling

Mehr Informationen zu diesen Trainings finden Sie hier.

Was ist Scrum?

Erstellt am 10 Juli 2012
von Schreibe einen Kommentar

Scrum Day 2012 und ich wurde mit meiner eigenen Aussage konfrontiert: “Scrum ist eine Projektmanagement-Methode”. Nun – ja, das sehe ich immer noch so. Ist das zu kurz gefasst? Ja, das ist es wahrscheinlich. “Scrum ist ein Mindset”. Ja, das sehe ich auch so. Oder vielmehr: Agilität ist ein Mindset (siehe Blogeintrag: Agilität beginnt im Kopf). Ken Schwaber bezeichnet Scrum als Tool. Auch das sehe ich so. Scrum ist ein wunderschönes Framework, Tool, PM-Methode, … methodische Diskussionen sind hier müssig. Wenn man es anwendet – ohne Kompromisse – handelt man ziemlich sicher auch agil. Wenn man Scrum anpasst, ohne es verstanden zu haben, hat man nichts (oder wenig, oder das Falsche)  davon. Hans-Peter Korn nennt das Scrumade (Scrum-Fassade). Wenn man es verstanden hat und es dann anpasst, können wir wirklich etwas verändern. Im Kleinen wie im Grossen. Und für mich, die immer noch gutes Requirements Engineering machen will, ist Scrum das Mittel – was es nun auch immer sein mag –  das mir dabei hilft, genau dies zu tun (mehr hierzu).

Das Glossar als fester Bestandteil eines Anforderungsdokumentes

Erstellt am 12 Juni 2012
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„Das MT muss spritzwasserfest sein.“

Diese Anforderung ist ohne zusätzliche Erläuterung weder eindeutig noch verständlich. Was ist ein MT? Und was genau bedeutet spritzwasserfest?

Besonders in neu aufgesetzten, interdisziplinären Projekten, bei denen unterschiedliche Spezialisten mit ihren historisch gewachsenen Fachsprachen zum ersten Mal zusammenarbeiten, aber auch im alltäglichen Projektgeschäft geht oft aufgrund von Kommunikationsproblemen wertvolle Entwicklungszeit verloren.

Agilität beginnt im Kopf

Erstellt am 15 Mai 2012
von Schreibe einen Kommentar

In der Softwareentwicklung will heute praktisch jeder agil sein. Das klingt modern und dynamisch. Liest man die Werte, die hinter dieser Idee stecken (agiles Manifest), versteht man leicht, warum.

  • Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge
  • Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation
  • Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlung
  • Reagieren auf Veränderung ist wichtiger als das Befolgen eines Plans

Es liegt aber im Wesen des Menschen, Ideen (auch gute) falsch zu verstehen – manchmal auch absichtlich, um eigene Interessen zu verfolgen.

Wie nachhaltig ist RE in einem Unternehmen etabliert?

Erstellt am 17 April 2012
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In einem vorangegangenen Artikel (Link) vom 6. März 2012 haben wir das Thema Sustainable Requirements Engineering (Sustainable RE) vorgestellt. Heute möchten wir ihnen zeigen, wie der Fortschritt von Sustainable RE in einem Unternehmen ermittelt werden kann.

Sustainable Requirements Engineering

Erstellt am 6 März 2012
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Sustainable Requirements Engineering (Sustainable RE) ist das nachhaltige und nutzbringende Anwenden sowie das ständige Optimieren von Requirements Engineering in einer Organisation.

Ein Unternehmen hat den Zustand des Sustainable RE erreicht, wenn

  • dessen Management vom Nutzen eines Requirements Engineering in der Software- und Systementwicklung überzeugt ist und das stetige Verbessern des Requirements Engineerings im Unternehmen für alle sichtbar unterstützt,
  • eine funktionierende RE Infrastruktur etabliert ist,
  • eine RE Kultur sich bei den Mitarbeitern und Organisationseinheiten des Unternehmens breit gemacht hat, und
  • wenn alle diese drei Elemente (Management Commitment, RE Infrastruktur und die notwendige RE Kultur) eng miteinander verzahnt sind und eine Einheit bilden.

Reif, reifer, aber nicht überreif – Teil 2

Erstellt am 14 Februar 2012
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This entry is part 2 of 2 in the series HOOD Capability Model

Dies ist der zweite Beitrag einer Blogserie, die sich dem HOOD Capability Model (HCM) widmet. Andere Modelle, wie CMMI® oder SPICE®, haben zwar unsere Fähigkeiten verbessert, Systeme aus Anforderungen zu entwickeln, nicht aber unsere Fähigkeiten, Anforderungen aus Kunden zu entwickeln (siehe Teil 1 – Informationsmodell: welche WARUM-Anforderungen gibt es und wie leite ich die WAS-Anforderungen daraus ab?). Hier setzt HCM an.

Das HCM besteht eigentlich aus zwei Reifegradmodellen, eines für die Anforderungsdefinition (HCM-RD) und eines für das Anforderungsmanagement (HCM-RM).

Formulierungstipps – Teil 3

Erstellt am 24 Januar 2012
von Schreibe einen Kommentar
This entry is part 4 of 5 in the series Textuelle Anforderungen

Alle Systemausgaben sollen in der Datenbank DB34 gespeichert werden.

Sehen wir uns heute die oben stehende Anforderung genauer an. Dem
erfahrenen Autor sollte sofort der verwendete Universalquantor “Alle” auffallen,
wodurch die Eindeutigkeit dieser Anforderung leidet. Sollen wirklich alle
Systemausgaben gespeichert werden? Oder sollen nur bestimmte Fehlerfälle
gespeichert werden?

RE CheckUp: Wo stehen Sie im Requirements Engineering?

Erstellt am 22 Dezember 2011
von Schreibe einen Kommentar

Anforderungsmanagement ist inzwischen seit vielen Jahren ein Thema bei Firmen, die komplexe Systeme, Software oder Dienstleistungen entwickeln und anbieten. Oft wurden große Anstrengungen unternommen, Prozesse und Werkzeuge zum Requirements Management zu etablieren. Erfolge sind zweifellos vielerorts zu sehen. Jetzt st es an der Zeit zu erfahren, wie gut etabliert Requirements Engineering in Ihrem Unternehmen inzwischen ist.