Requirements Engineering für die 3 Amigos

Erstellt am 11 Juli 2018
von Schreibe einen Kommentar

Software beginnt als Idee, als eine Vision. Wenn der Visionär selbst Softwareentwickler ist, reicht das vielleicht schon, um ein großartiges Produkt zu entwickeln. Wenn dieser Visionär aber kein Entwickler ist, muss er das, was in seinem Hirn ist, in die Hirne anderer übertragen, die mit ihm die Software entwickeln. Und das geht nicht ohne Kommunikation.

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FAKE NEWS – Erfolg mit User Stories und Akzeptanzkriterien

Erstellt am 6 März 2018
von Schreibe einen Kommentar

Peter Ranzinger, Geschäftsführer von Ranzinger Games

FAKE NEWS war die Neuveröffentlichung schlechthin in der Computerspiele-Saison 2017.
Ein absoluter Newcomer hat von heute auf morgen ein neues Genre geboren. „Social Reality“ sei die Zukunft im hart umkämpften Gaming Markt, behauptet zumindest die Fachpresse. Der Geschäftsführer der neuen Spieleschmiede Ranzinger Games aus Isny im Allgäu hat auf verschiedenen Konferenzen durchblicken lassen, dass diese Disruption nur möglich war, da die Entwicklungsmannschaft bei Ranzinger Games den Mut hatte, einen komplett neuen Weg mit User Stories und Akzeptanzkriterien zu gehen. 

Wir haben Peter Ranzinger getroffen und im Interview erfahren, was das Geheimnis seines Erfolges mit FAKE NEWS ist.

Anforderungen mit User Stories und Akzeptanzkriterien agil managen – nur wie?

Erstellt am 25 Januar 2018
von Schreibe einen Kommentar

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie Sie Anforderungen in Ihrem Produktentwicklungskontext mit User Stories systematisch strukturieren sollten? Unter ständig einprasselnden Kundenäußerungen und neuen Erkenntnissen sollen alle Beteiligten wissen, was gefordert ist. Zudem soll genügend Information vorhanden sein, damit das Geforderte umgesetzt werden kann.

Eigentlich fast fertig? Die Definition of Done!

Erstellt am 17 Mai 2016
von Schreibe einen Kommentar
Definition of Almost Done

Definition of Almost Done

Es ist Freitag Vormittag, 09:00 Uhr; Zeit für unser Daily. Ein Kollege zeigt auf das Taskboard und sagt “Diese User Story ist eigentlich fertig und kann in unsere Done-Spalte gehängt werden”. Wörter, wie “eigentlich” oder “fast” machen mich stutzig und ich kann nicht anders als nachzufragen, ob die Definition of Done für diese User Story erfüllt ist. Mein Kollege verneint und ergänzt: “Es fehlt noch die Betriebs-Doku”. Ich mache meine Kollegen aufmerksam, dass alle Kriterien der Definition of Done erfüllt sein müssen, damit eine User Story in die Spalte Done geschoben werden kann und somit als abgeschlossen gilt.

Akzeptanzkriterien für User Stories definieren – aber nur wie?

Erstellt am 6 Dezember 2011
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Haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, Akzeptanzkriterien mit Hilfe eines systematischen Vorgehens zu definieren? Oder wollen Sie eine Basis für Ihre Akzeptanztests schaffen, um festzustellen, ob Ihr System oder Ihre entwickelte Software den Kundenerwartungen entspricht?

Akzeptanzkriterien als  Bindeglied zwischen User Stories und Testfällen 

Die Grundlage für diese Fragestellungen bilden Akzeptanzkriterien, die das Bindeglied zwischen User Stories und den Testfällen darstellen. Da in vielen Projekten die Frage nach einer systematischen Methodik zur Ableitung von Akzeptanzkriterien gestellt wird, soll an dieser Stelle eine Vorgehensweise vorgestellt werden, die auf den sogenannte W-Fragen basiert.

Im Gegensatz zur klassischen Entwicklung ist es im agilen Umfeld ausdrücklich erlaubt, die User Stories erst so spät wie möglich, also kurz vor der Realisierung, zu detaillieren. Eine User Story kann nach dem Muster von M. Cohn erstellt werden.

Die drei “C’s”

Sie sollte aus den sogenannten „3 C’ s“ bestehen. Die ersten beiden “C’s” stehen für “Card” und “Conversation”, das 3. “C” für “Confirmation”. Unter dem Begriff “Confirmation” wird die Definition von Akzeptanzkriterien verstanden, die in der Regel auf der Rückseite einer Karteikarte festgehalten werden. Akzeptanzkriterien leisten gemäß der „Definition of  Done“ einen Beitrag zur Beantwortung der Frage, ob eine User Story fertig ist.

Das Hinterfragen von Schlüsselwörtern

Eine Möglichkeit, Akzeptanzkriterien zu definieren, erfolgt über das Hinterfragen von Schlüsselwörtern. Diese müssen zunächst in der User Story identifiziert werden. Dann können wir nachfolgend prüfen, ob Fragestellungen – basierend auf den sogenannten W-Fragen (wer, wann, wie oft etc.) – mit einer sinnvollen Antwort versehen werden können.

Fragen, die in dem jeweiligen Kontext keine sinnvolle Antwort zulassen, werden ignoriert. Unter Schlüsselwörtern sind Vollverben, Adjektive und Substantive zu verstehen. Das Hinterfragen muss zu einer sinnvollen Antwort führen und eine User Story inhaltlich ergänzen bzw. konkretisieren.
Im Rahmen der Team-Kommunikation kann das Hinterfragen von Schlüsselwörtern dazu beitragen,  zwischen den Stakeholdern ein gemeinsames Verständnis für die anzustrebende Umsetzung zu erlangen. Die Antworten auf die Fragestellungen ermöglichen, konkrete Akzeptanzkriterien zu definieren. Zwischen den Antworten der Stakeholder und den Akzeptanzkriterien muss keine 1:1-Beziehung bestehen, sondern mehrere Antworten können zu einem Akzeptanzkriterium zusammengefasst werden oder eine Antwort zu mehreren Akzeptanzkriterien führen. Die formulierten Akzeptanzkriterien müssen abschließend abgestimmt werden und dienen als Basis für Akzeptanztestfälle.

Anhand der folgenden User Story demonstriere ich die Vorgehensweise:

Zunächst sind Schlüsselwörter zu identifizieren, die im weiteren Vorgehen zu Hinterfragen sind.

Die Schlüsselwörter “speichern” und “Profil” werden in einen vorbereiteten Fragenkatalog eingesetzt.

Die entstandenen Fragen werden im Team diskutiert und sollen die Kommunikation unterstützen und soll mögliche Lücken in der Anzahl der Akzeptanzkriterien schließen.

In nächsten Schritt werden die Antworten auf die Fragen in konkrete Akzeptanzkriterien zusammengefasst.

Die formulierten Akzeptanzkriterien müssen abschließend abgestimmt werden, um im letzten Schritt Testfälle zu erstellen, die dem bewährten Muster

  • Vorbedingung
  • auszuführende Testschritte
  • erwartetes Ergebnis
  • Nachbedingung
  • verwendete Testdaten

entsprechen.

 

Von Akzeptanzkriterien zum erfolgreichen Akzeptanztest

Fazit: Von User Stories abgeleitete Akzeptanzkriterien eignen sich hervorragend, um eine ausreichende Testbasis für den Akzeptanztest sicherzustellen. Bei einer  Vorgehensweise mit Hilfe von fünf Schritten steht die Definition von Akzeptanzkriterien im Mittelpunkt. Ziel soll es dabei sein, die Team-Kommunikation zu unterstützen und konkrete Details zu User Stories zu definieren, um die Basis für einen erfolgreichen Akzeptanztest zu legen. Zudem kann am Beispiel der Definition von Akzeptanzkriterien durch das Hinterfragen von Schlüsselwörtern demonstriert werden, wie eine klassische Methode ins Scrum-Framework eingebettet werden kann.

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Möchten Sie mehr über Akzeptanzkriterien erfahren? Dann empfehle ich Ihnen, eines unserer beliebten Trainings, wie beispielsweise das zum  Certified Agile Requirements Specialist (CARS) oder zum Scrum Master.