Requirements Engineering für die 3 Amigos

Erstellt am 11 Juli 2018
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Software beginnt als Idee, als eine Vision. Wenn der Visionär selbst Softwareentwickler ist, reicht das vielleicht schon, um ein großartiges Produkt zu entwickeln. Wenn dieser Visionär aber kein Entwickler ist, muss er das, was in seinem Hirn ist, in die Hirne anderer übertragen, die mit ihm die Software entwickeln. Und das geht nicht ohne Kommunikation.

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Agilität – eine Frage der Haltung

Erstellt am 26 Juni 2018
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Wenn ich gefragt werde, was Agilität für mich ausmacht, dann fallen mir nicht die Tools und die Praktiken ein. Agilität ist eine Haltung, die viele verschiedene Aspekte hat.  Für mich sind gerade zwei  Prinzipien relevant, die die indische Forscherin Saras Sarasvathi beschrieben hat. In ihrer Theorie des Effectuation geht es darum, das Naheliegende zu tun und radikale Selbstverantwortung zu üben – in Bezug auf meinen Anteil am Produkt, als auch in Bezug auf die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen.

Viele Menschen nehmen diese Haltung von sich aus ein – andere werden sich schwertun. In ihrer Organisation werden beide Spektren vertreten sein. Es gilt, die richtige Haltung zu erkennen, zu fördern und gegebenenfalls Haltung ganz neu zu lernen. Das Schöne ist, es gibt einen Weg das zu tun. Und diesen Weg zeigt uns Saras Sarasvathi. Die indische Proffessorin hat erforscht, warum Menschen erfolgreich sind. Ihre Zielgruppe waren Entrepreneure. Sie hat sich Handlungsmuster und Entscheidungsmaximen angesehen und daraus Prinzipien abgeleitet. Entrepreneure – also Startup-Gründer- sind deswegen relevant für uns, weil diese am unmittelbarsten mit verändernden Märkten, als auch mit neusten Technologien arbeiten. Also auch für uns eine gute Quelle, um sich was abzuschauen.

 

Affordable Loss statt Return on Invest

Ein Entrepreneur evaluiert seine Ressourcen und frägt sich dann, welche dieser Ressourcen er/ sie investieren kann, ohne sich selbst existentiell zu bedrohen. Nicht der ROI entscheidet, was zu tun ist, sondern der affordable loss. Nicht „was kann ich gewinnen?“, sondern „was darf ich verlieren?“ treibt meine Handlungen. Das diszipliniert, das Naheliegende zu tun und den ersten kleinen Schritt zu machen (die 15% Lösung), statt jahrelang auf den einen Investor, die eine gute Idee zu hoffen, die dann nie kommt. Im Scrum ist das mein stehendes Produktteam, und mein Sprint. Ich weiß, wieviel ich investieren muss, was mein Einsatz ist. Ebenfalls wie beim Startup kann ich in der Produktentwicklung im Komplexen nicht wissen, was mein Ergebnis sein wird. Ist das Ergebnis nicht das, was ich brauche, sollte ich umsteuern – pivot genannt. Ich weiß jetzt, dass meine Ressourcen (mein Scrum Team) mit neuen Zielen vermutlich besser investiert sind. Iteration für Iteration kann ich jetzt sehen, ob zu den eingebrachten Ressourcen neue Ressourcen oder Stakeholder dazugekommen sind. Ich kann so neue Ziele definieren und gegebenenfalls skalieren. So können sich auch Hindernisse oder Zufälle später als nützliche Ressourcen erweisen. Das beste Beispiel ist dafür die Zitrone – wenn man direkt reinbeißt ist die Schale bitter und das Innere sauer. Wenn ich das Ganze aber mit den richtigen Zutaten mische, dann bekomme ich Limonade. Und was kann an einem so schönen Sommertag erfrischender sein?

 

Radikale Selbstverantwortung

Doch der zentralste Punkt ist der der radikalen Selbstverantwortung. Stellvertretend dafür steht das Bild des Piloten. Steuert dieser auf einen Berg zu, so hat er zwei Möglichkeiten – zum einen, er schreit den Berg oder seinen Co-Piloten an, der Berg möge doch aus dem Weg gehen. Oder er berechnet, wie lange es denn dauert, bis der Berg von alleine errodiert? Alles nicht das, was ein Pilot machen würde, oder? Er fokussiert sich auf das, was er ändern kann.  Nur das, was man selbst verantwortet, kann man auch verändern. Mit dieser Haltung wird es einfacher, Ownership für die erzeugte Qualität zu übernehmen. Echte Craftsmanship ist dann gefragt. Doch was ist, wenn ich der Einzige in meiner Firma, in meinem Unternehmen bin, der diese Haltung verinnerlicht? Wir glauben, dass Haltung nur dann gelernt werden kann, wenn sie auch vorgelebt wird. Wenn der Einzelne sich selbst nicht mehr so wichtig nimmt, und sich in den Dienst des Ganzen stellt, können andere von ihm lernen. Ein zweiter Schritt ist die Dringlichkeit. Wenn durch Transparenz jedem klar ist, was gerade passiert, wenn die Dringlichkeit von Veränderung erlebt und gespürt werden kann, dann können alle zusammenhelfen und das Ruder herum reißen.

Es gibt noch viele weitere Schritte, die zur agilen Transformation von Unternehmen beitragen können. Lesen Sie dazu unsere Landscape der Agilen Transformation.

Die Haltung der Agilen Welt erfordert viel Disziplin. Es ist mit Sicherheit nicht der leichte Weg, aber der, der Erfolg zumindest wahrscheinlicher werden lässt, in einer Welt, in der nichts sicher ist. Da ist es gut, jemanden an der Hand zu haben, der eine Außenperspektive liefern kann – und der Erfahrung mit dem Vorleben der Agilen Haltung hat. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Was ist „Agiles Coaching“?

Erstellt am 29 März 2018
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Was ist „Agiles Coaching“?

Tools machen eine Veränderung sehr gut sichtbar. Sei es das neue Taskboard vor dem Teamraum oder ein Online Tool für das Schätzen der Stories mit den Kollegen aus Bulgarien. Tools machen unseren Alltag leichter. Wenn Sie das nicht tun und keinen wirklich essentiellen Nutzen stiften sollte man sie loswerden.

Triablog V-Modell Teil 2: Das V Gebäude

Erstellt am 28 Februar 2018
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This entry is part 2 of 2 in the series Triablog-Vmodel

 

Entwicklung muss organisiert und strukturiert werden, das ist klar. Das V kann wohl als das Erfolgsmodell bezeichnet werden, um dieses zu tun. In Deutschland ist es aber nicht nur das standardisierte V Model XT des Bundes, es sind viele Variationen von V-Modellen, die für das Vorgehen in großen und kleinen Produktentwicklungen Pate standen.

Die Grundprinzipien, die zum V führen

Raus aus der Taylor-Wanne! Mit neuem Mindset Systeme entwickeln

Erstellt am 13 Februar 2018
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Sie baden sich in Ihren Unternehmen noch immer in ausgefeilten Prozessen, blubbern in hierarchischen Strukturen und planschen in Reporting-, Monitoring-, Status- oder Eskalationsmeetings? Dann sitzen Sie immer noch in der Taylor-Wanne – OMG!

Im 19. Jahrhundert trug der US-Amerikaner Frederick W. Taylor mit seiner Prozesssteuerung durch Arbeitsteilung

Warum Agil?

Erstellt am 19 Januar 2018
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Wir bei HOOD hören die Frage “Warum Agil ? öfters und stellen diese Frage auch ebenso häufig. Um beim Finden einer Antwort zu helfen, haben wir uns überlegt, wir gehen einen für uns neuen Weg. Es ist ein Film entstanden, welcher einen kleinen Einblick geben soll, warum Agilität sinnvoll sein kann. Wenn Sie das auch so sehen oder vielleicht doch ganz anders, dann freuen wir uns auf Kommentare und Diskussionen.

Sie haben weitere Fragen?

Wenn Sie weitere Fragen haben, welche Ihnen auf der Zunge liegen, dann schreiben sie uns. Das HOOD-Videoteam (bestehend aus Alejandra Armendáriz, Moez Kribi und Alexander Holike) möchte die meist gestellten Fragen in nächsten Videos beantworten, getreu unserem Motto „Gemeinsam Neues voranbringen“.

Sollten Sie mit ihrer Organisation agil werden wollen, sei Ihnen unser Blog-Artikel von Florian Engel empfohlen: Warum sie als Unternehmen erfolgreicher sind. 

Mit Kanban den Schuldigen finden!

Erstellt am 16 Januar 2018
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Neulich hat sich Bernd sehr über seinen Kollegen Günther geärgert. Erst hat er ihm fest zugesagt die Schnittstelle zu implementieren, zu testen und auch noch im Wiki zu dokumentieren. Dann verschob er immer wieder die Termine und zuletzt reduzierte er seine zugesagten Leistungen. Bernd war dann froh, nicht noch die Implementierung machen zu müssen. Hatten seine Kollegen ihn also zurecht unter vorgehaltener Hand vor Günther gewarnt? Da traf es sich gut, dass Bernd von einem Vorgehen hörte, das Kollegen wie Günther sicher entlarvt.

[Source 1]

Die Kunst eines Teams, sich selbst zu organisieren

Erstellt am 9 Januar 2018
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Abenteuer und eine Kiste voller Gold und Perlen! Zu meinem elften Geburtstag hatte ich mir eine Schatzkarte gewünscht. Ich wollte meinen Mut beweisen und selbständig und unabhängig sein. Heute weiß ich, der größte Reichtum ist die Gruppe von Menschen, mit denen man tagtäglich zusammenarbeitet. Und das größte Abenteuer ist es, ein Team dahin zu begleiten, die Kunst der Selbstorganisation zu lernen.

Mein erstes selbstorganisiertes Team vor 20 Jahren ergab sich eher zufällig: die Leute, die uns sagen sollten, was wir wie zu tun hatten, hatten sich schlichtweg geweigert, diese Rolle zu übernehmen. Das klappte zufällig ganz gut – irgendwie war jeder in dem Maße eingebunden, in dem er es wollte. Die Arbeitsergebnisse stimmten. Kein Grund zur Beschwerde.

On extraordinary capacities for innovation

Erstellt am 18 Dezember 2017
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                                                                                                           Taken from:https://blog.hubspot.com

Jason Silva, Emmy-nominated host of National Geographic’s hit TV series, Brain Games, seen in over 100 countries, reminds us of the need of at least a certain amount of cognitive disinhibition when it comes to innovating. Rightly so, he suggests in a metaphorical way that for us to connect dots in a previously unknown way, it takes to stop being afraid to fail and decisively blur the boundaries between our thoughts. “The emergence of an original thought takes a bit of madness” states Silva.

Agile Engineering

Erstellt am 13 Dezember 2017
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Die Autoren Arthur Kolb und Philipp Hecker gehen der Frage nach, ob sich Managementmethoden der agilen Softwareentwicklung in traditionellen Unternehmen (beispielsweise im Maschinenbau) anwenden lassen, und bewerten den Erfolg der eingeführten Methoden anhand der Mitarbeitermotivation [1].

Ausgehend von der agilen Entwicklungsmethode Scrum schlagen die Autoren vor, agile Methoden stufenweise einzusetzen, wobei der Umfang und die Intensität jeweils von der Komplexität sowie der Mitarbeitereinbeziehung abhängen. Hierzu stellen sie eine Anwendungsentscheidungsmatrix vor (Agile Application Map siehe [1]), die im Folgenden kurz vorgestellt wird.