Wer bin ich – und wenn ja, wieviele? Requirements Engineers in der Sinnkrise…

Erstellt am 9 September 2014
von Schreibe einen Kommentar
This entry is part 1 of 1 in the series Casting für Product Owner

Und es trifft nicht nur die Requirements Engineers (REs), es trifft auch die Business Analysten (BAs), wie ich im Gespräch mit einer Teilnehmerin am Scrum Day erfuhr: „Unsere Entwicklung arbeitet jetzt mit Scrum – und ich weiß gar nicht mehr, was meine Aufgabe ist…“. Dabei ist das Arbeiten als RE/BA in einem Scrum Team herrlich. So vielfältige Aufgaben und Möglichkeiten, sich und sein Wissen einzubringen, habe ich bisher nur beim Arbeiten in einem agilen Team gehabt. Der Transfer der agilen Werte und Prinzipien auf das Requirements Engineering und die Rolle Requirements Engineer in einem agilen Umfeld ist eine Herausforderung für viele Menschen und Organisationen. Die heutigen Zertifizierungen am Markt zu Scrum/Agile und Requirements Engineering haben eines gemeinsam: Sie konzentrieren sich entweder auf das Thema Agilität/Scrum oder auf das Thema Requirements Engineering. Auch “Agile Extensions”, wie sie der BABoK oder das PMI veröffentlicht haben, ergänzen nur die agile Sichtweise, sie bieten keine übergreifende integrierte Sicht. Meine Erfahrung in der Arbeit mit agilen Teams und Organisationen auf dem Weg zu mehr Agilität zeigt jedoch, dass gerade die Verbindung beider Themen in der Praxis Schwierigkeiten macht. Die Transferleistung gelingt nicht oder nur schwer.

Die Qual der Wahl – das Konferenzprogramm der Manage Agile 2014 steht fest

Erstellt am 29 Juli 2014
von Schreibe einen Kommentar

manageagile_2014_quadrat_500pxWir Frauen sind es ja eigentlich gewöhnt aus einem überreichen Angebot auswählen zu müssen. Das geht morgens schon los mit der Frage „Was soll ich anziehen“, setzt sich in der Mittagspause fort mit der Entscheidung ob „Salat, Gemüse, oder doch das Schnitzel“ und (ja, ich bediene jetzt wirklich jedes Klischee) endet mit Verlustgefühlen oder Gewissensbissen nach dem Besuch im Schuhladen (je nach Anzahl der erworbenen Paar Schuhe). Und nein, Sie sind nicht aus Versehen auf dem Blog einer Frauenzeitschrift gelandet – gleich geht’s weiter mit agil.

Xtreme Simplicity – mach’s doch mit der Hand!

Erstellt am 6 Mai 2014
von Schreibe einen Kommentar

Kürzlich nahm ich an einer Story Time eines Scrum Teams teil. Das Ziel war, Klarheit in einige User Stories zu bringen, um diese dann schätzen zu können. Als die Zeit für die Schätzung gekommen war, sehe ich mich um: Keine Planning Poker Karten, keine Handys (mit Poker-App) am Tisch, nichts… Wie will das Team schätzen? Ich stelle mich also auf eine langwierige Schätzsession mit vielen Diskussionen ein. Ich plane im Geiste schon meine anschließende Intervention, um das Thema relative Schätzung zu motivieren. Plötzlich geht alles ganz schnell. Auf ein Zeichen des Scrum Masters heben alle Teammitglieder eine Hand, die Schätzzahl wird notiert und es geht weiter. Was war passiert? Und wieder einmal habe ich etwas gelernt: es geht immer noch einfacher!

Konsens oder Kompromiss? Eine Entscheidungshilfe

Erstellt am 11 Dezember 2013
von Schreibe einen Kommentar

Bei meiner Arbeit mit agilen Teams erlebe ich immer wieder heftige und langwierige Diskussionen, wenn eine gemeinsame Lösung gefunden werden soll bzw. eine Entscheidung getroffen werden muss. Das kann z.B. die Einigung über eine technische Umsetzung sein oder auch eine Übereinkunft über die Zusammenarbeit im Team. Um diese Diskussionen abzuschließen, kommt es häufig zu einer Abstimmung, wobei die Mehrheit dann “Recht” hat. Dabei besteht die Gefahr, daß ein Teil des Teams offen oder versteckt in den Widerstand geht und die Entscheidung nicht mitträgt. Um das zu vermeiden, aber auch, um diesen Konflikten möglichst aus dem Weg zu gehen, wird versucht, es allen recht zu machen. Es wird ein Kompromiss gesucht.

3+3=1,5: Mathematik für Projektmanager

Erstellt am 7 Mai 2013
von 2 Kommentare

Was passiert, wenn der zugesagte Endtermin eines Projektes zu platzen droht? Wir versuchen, den Termin zu retten, indem wir einfach noch mehr Leute in das Projekt stecken. „Wir schießen mit Ressourcen auf Projekte“ – so nannte ein Kunde dieses Verhalten kürzlich.

Pecha Kucha: Der Scrumertinger

Erstellt am 19 Februar 2013
von Schreibe einen Kommentar

RE-Phänomene in agilen Projekten oder such den Scrumertinger! Im Rahmen der Pecha Kucha Night auf der OOP 2013 kommen wir diesem viel zu realen Wesen auf die Spur. Viel Vergnügen mit einer etwas anderen Vortragsform und Susanne Mühlbauer mit dem Beitrag: Scrumertinger: RE-Phänomene in agilen Projekten auf der OOP 2013.
Für mehr Informationen zum Thema Pecha Kucha siehe Wikipedia: Pecha Kucha.

Wirksame Gegenmittel gegen RE-Phänomene und Scrumertinger finden Sie auch in unseren Trainingsangeboten, zum Beispiel hier:

  • Gute User Stories – Workshop für Autoren
  • RE im agilen Umfeld

 

 

 

Rollenkonflikte in agilen Umgebungen

Erstellt am 18 September 2012
von Schreibe einen Kommentar

Mit der Einführung von Scrum werden die Rollen Scrum Master, Product Owner und Entwicklungsteam neu eingeführt. Im Fokus dieses Beitrages steht der Product Owner. Der Product Owner ist verantwortlich für den Produkterfolg und für den Wert, den die Arbeit des Entwicklungsteams liefert (Scrum Guide). Der Product Owner tritt dem Entwicklungsteam als Kunde bzw. als Kundenstellvertreter (Kundenproxy) gegenüber. Er alleine entscheidet und verantwortet welche Anforderungen wann umgesetzt werden. Damit übernimmt er die Aufgaben des Anforderungsmanagers, des Produktmanagements, des Business Analysten oder des Projektleiter (entscheiden Sie bitte selbst, welche Rollen in Ihrem Unternehmen diese Aufgaben wahrnehmen). Die Anforderungen definiert der Product Owner selbst, gemeinsam mit dem Entwicklungsteam oder erhebt sie bei seinen Stakeholdern.

User Stories machen das Leben leicht

Erstellt am 14 August 2012
von Schreibe einen Kommentar

User Stories haben sich in der agilen Welt für den Umgang mit Anforderungen mittlerweile fest etabliert. Sie bestechen auf den ersten Blick durch ihre Einfachheit und Klarheit. Richtig eingesetzt, sollen sie dabei helfen, sich darauf zu konzentrieren, was in einem Projekt wirklich wichtig und nutzbringend ist. Um dies sicherzustellen, gibt es Qualitätsmerkmale wie die 3 Cs: Card (die User Story passt auf eine DINA5-Karte), Conversation (die User Story ist ein Versprechen für eine Konversation) und Confirmation (in Form von Akzeptanzkriterien oder Akzeptanztests).

Was ist Scrum?

Erstellt am 10 Juli 2012
von Schreibe einen Kommentar

Scrum Day 2012 und ich wurde mit meiner eigenen Aussage konfrontiert: “Scrum ist eine Projektmanagement-Methode”. Nun – ja, das sehe ich immer noch so. Ist das zu kurz gefasst? Ja, das ist es wahrscheinlich. “Scrum ist ein Mindset”. Ja, das sehe ich auch so. Oder vielmehr: Agilität ist ein Mindset (siehe Blogeintrag: Agilität beginnt im Kopf). Ken Schwaber bezeichnet Scrum als Tool. Auch das sehe ich so. Scrum ist ein wunderschönes Framework, Tool, PM-Methode, … methodische Diskussionen sind hier müssig. Wenn man es anwendet – ohne Kompromisse – handelt man ziemlich sicher auch agil. Wenn man Scrum anpasst, ohne es verstanden zu haben, hat man nichts (oder wenig, oder das Falsche)  davon. Hans-Peter Korn nennt das Scrumade (Scrum-Fassade). Wenn man es verstanden hat und es dann anpasst, können wir wirklich etwas verändern. Im Kleinen wie im Grossen. Und für mich, die immer noch gutes Requirements Engineering machen will, ist Scrum das Mittel – was es nun auch immer sein mag –  das mir dabei hilft, genau dies zu tun (mehr hierzu).

Mit Scrum mehr Meetings und Administration?

Erstellt am 1 Mai 2012
von Schreibe einen Kommentar

Befragt man Entwicklungsteams und andere Beteiligte im Unternehmen, was sich seit der Einführung von Scrum geändert hat, erhält man überraschend oft die Aussage: Wir haben jetzt noch mehr Meetings und mehr Aufwand für Administration. Das ist erstaunlich. Woher kommt dieser Eindruck? Sehen wir uns doch die Scrum Meetings (oder gemäß Scrum Guide die „Events“) einmal genauer an.