Jung bleiben mit RE

Erstellt am 2 August 2016
von Schreibe einen Kommentar

Wir alle werden älter, sowohl körperlich wie auch geistig. Dagegen lässt sich leider langfristig nicht viel ändern. Medizinisch bewiesen sind gewisse gesundheitliche „Best Practices“ zur Anwendung in unseren privaten Lebensprojekten. Ausreichend Schlaf, Sport, gesunde Ernährung und wenig Stress können den Alterungsprozess bekannterweise verlangsamen.

Anforderungen aus der Tiefe

Erstellt am 5 April 2016
von 2 Kommentare

Anforderungen sind bekanntlich ungenau, fehlerhaft und widersprüchlich. Üblicherweise unterliegen sie außerdem denselben Naturgesetzen wie diejenigen, die sie äußern: Sie altern. Nicht alle Anforderungen leiden dabei unter den gleichen Symptomen gleich stark; einige sind wenige Stunden oder Tage nach ihrer Erstellung bereits zu alt. Andere jedoch altern langsam und in Würde. In ihren Aussagen und Inhalten liegt auch in späteren Projekten noch viel Weisheit und Wahrheit.

Von Zielen, Ideen und anderen Anforderungen

Erstellt am 2 Dezember 2015
von Schreibe einen Kommentar

Die Produktentwicklung ist ein interessantes aber auch unbarmherziges Stück kultureller Evolutions- und Schaffensgeschichte inmitten technologieverwöhnter Gesellschaften.

Innerhalb dessen sind Visionen, Ziele, Wünsche, Ideen und Bedingungen die ersten elementaren Artefakte einer isolierten Gemeinschaft im Aufbruch. Es sind frühzeitige aber dennoch ausdrucksstarke Äußerungen und Zeugnisse innerhalb einer initialen Schaffungsphase entlang eines wechselhaften Entwicklungsprozesses.

Usability Requirements Engineering!

Erstellt am 29 September 2015
von Schreibe einen Kommentar

Anforderungen an ein Produkt kommen von ganz unterschiedlicher Seite: Normen, Gesetze und Richtlinien, Umwelteinflüsse, andere Systeme oder auch Prozesse. Die wichtigste Quelle ist und bleibt jedoch der Mensch. Schließlich werden die meisten Systeme am Ende auch durch Menschenhand bedient.

Die Diskrepanz zwischen anfänglichen Nutzererwartungen und praktikablem Ergebnis eines Entwicklungsprojektes ist allerdings häufig groß; auch adaptive Änderungen am Produkt oder Prototypen in kurzen Iterationen bringen oftmals nicht die gewünschte Zufriedenheit.

Warum ist das so? Die Entwicklung durch Prototypen, erlebbare Ergebnisse und frühzeitige Testvarianten ist zwar anwenderfreundlich und flexibel, hat bei unvorsichtiger Durchführung allerdings auch Nachteile. Sie kann wie ein Korsett wirken.

Eine Auftragsarbeit wird durch kurzfristige Entwicklungsergebnisse für den Kunden nachvollziehbar und plastisch. Über die Erfahrung des Erlebens und Anfühlens durch einen ersten Prototyp kann der Nutzer gezielt auf die weitere Konzeption Einfluss nehmen. Häufig wird aus einem ersten technischen Entwurf im Laufe einer Entwicklung das spätere Endprodukt (evolutionärer Prototyp). Der Nutzer begleitet dieses Produkt bei dessen Entstehung. Kreativität, Innovationskraft und vor allem unterbewusste Kundenbedürfnisse bleiben aber häufig unerkannt. Die faktische „Realität“ des Prototyps schränkt den Anwender bereits ein. Das Zusammenspiel zwischen Anwender und Entwickler reduziert sich auf ein „Angebot akzeptiert“ oder „Angebot abgelehnt“. Hinzu kommt, dass ein technischer Prototyp häufig aus dem Standardrepertoire der Entwickler entsteht. Innovation und Einfallsreichtum daher häufig nicht gefördert.

Hier sind Konzepte wie Usability Engineering oder User Experience, die den Nutzer in den Mittelpunkt rücken, tatsächlich nur bedingt nutzerzentriert.

Um auf möglichst breiter Spur entwickeln zu können, ist eine Verlagerung bekannter UI/UX-Ansätze in den Analysebereich bzw. in die Anforderungsermittlung sinnvoll. Low-Fi-Prototypen mit Flipchart, Smartphone-Kamera oder Wireframes sind nicht restriktiv, suggerieren kaum Umsetzung oder Lösung und verursachen weit weniger Hemmungen, das Erstellte wieder vollends zu verwerfen und neu anzufangen. Sie sollten daher parallel zu technischen Prototypen weiterhin eingesetzt werden.

Die klassischen Bezeichnungen Usability Engineering und Requirements Engineering sollten enger zusammenwachsen und die Schwerfälligkeit des Engineering-Begriffs durch agile Entwicklungsprinzipien aufgeweicht werden. Für eine moderne, nutzerzentrierte Entwicklung gelten daher folgende Prinzipien:

  • Usability von der Entwicklung stärker in die Analyse verlagern
  • Der Entwurf neuer Ideen, Möglichkeiten und potentieller Lösungen muss zuerst in die Breite gehen (Divergenz anstatt Konvergenz)
  • Der Charakter eines Prototyps muss zuerst explorativ und dann experimentell sein
  • Verstärkte Bereitschaft bereits Entwickeltes wieder aufzugeben (kein einzelner evolutionärer Prototyp)
  • More Paper, less Code – Low-Fi-Prototypen und Kreativtechniken für mehr Freiheit, Ideenentwicklung und innovative Wagnisse

 

In den nächsten Beiträgen möchte ich auf diese Prinzipien genauer eingehen und konkrete Techniken beschreiben, wie wir den Einbezug des Nutzers bzw. der unterschiedlichen Nutzergruppen verbessern können, um gemeinsam innovative Produkte zu entwickeln.

Die vier Entwicklungsstadien einer Anforderung

Erstellt am 18 August 2015
von Schreibe einen Kommentar

Anforderungen entstehen üblicherweise im Laufe eines Entwicklungsprojektes und beeinflussen in hohem Maße dessen weiteren Verlauf. Sie sind die Grundlage vieler Entwicklungstätigkeiten und steuern damit zu einem nicht unerheblichen Teil das Geschehen. Änderungen in den Anforderungen führen häufig auch zu Änderungen der gesamten Projektsituation.

DevOps im ALM

Erstellt am 16 Juni 2015
von Schreibe einen Kommentar

Application Lifecycle Management (ALM) umfasst neben der Entwicklung von Software auch deren Betreuung. Klassische Konzepte und Begriffe beschränken sich allerdings häufig auf den Entwicklungsprozess. Dem allgemeinen Verständnis nach beinhaltet z. B. der Begriff der Softwareentwicklung die Phasen Analyse, Architektur/Design, Test und Deployment. Nach erfolgreicher Erstellung und Validierung einer Applikation ist die Entwicklung damit abgeschlossen. Das „fertige“ Produkt wird dem Kunden übergeben.

smartfacts – Analyse- & Designmodelle auf einen Blick

Erstellt am 14 Oktober 2014
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diagram-6402-serial-driver-horizontal_Blog 14.10.2014Entwicklungsprojekte sind heutzutage komplexer denn je. Planung und Konzeption eines Systems (Hardware als auch Software) kommen selten mit den „Standardwerkzeugen“ einer einfachen IT-Basisausstattung wie MS Office aus. Fachabteilungen setzen daher unterschiedliche Profitools für besondere Aufgabenbereiche ein, die ihnen die Arbeiten erleichtern und sie auch bei komplexen Aufgaben ideal unterstützen.

Kundenanforderungen vs. Systemanforderungen

Erstellt am 12 August 2014
von Schreibe einen Kommentar

Photo_Blog_Wuench_20140812In vielen Projekten wird zwischen unterschiedlichen Anforderungstypen unterschieden. Die Unterteilung nach Kundenanforderungen auf der einen und System- bzw. Komponentenanforderungen auf der anderen Seite ist besonders häufig anzutreffen. Diverse Standards nutzen solche oder ähnliche Begrifflichkeiten ebenfalls, um Anforderungen auf unterschiedlichen Detailebenen eines Systems zu klassifizieren.

Die Sprache der Anforderungsentwickler

Erstellt am 1 Juli 2014
von Schreibe einen Kommentar

Ich habe grundsätzlich die Erfahrung gemacht, dass in einem Entwicklungsprojekt häufiger die Unterschiede einzelner Abteilungen als deren Gemeinsamkeiten betont und gepflegt werden. Dabei sollte es doch eigentlich umgekehrt sein. Es müssten die Dinge in den Fokus gelangen, die alle Beteiligten gemeinsam haben. Dazu zählen ein gemeinsames Verständnis des Entwicklungsgegenstandes, aber auch die kollektiven Ziele und Probleme im Projekt.

Requirements Engineering, Mobile Computing & die Cloud – Teil 3

Erstellt am 11 Februar 2014
von Schreibe einen Kommentar
This entry is part 3 of 3 in the series Mobiles Requirements Engineering

Im dritten und letzten Teil unserer Reihe zu den mobilen Einsatzmöglichkeiten im RE nehmen wir uns nochmal ein paar spezifischere Kategorien vor. Während im zweiten Teil viele Smartphone-Apps vorgestellt wurden, die man zur Kommunikation und Bewältigung eher allgemeiner Arbeitsaufgaben verwenden  kann, sollen an dieser Stelle einige Tools mit besonderer RE-Relevanz betrachtet werden.