Der NORMator – Maschine oder Erlöser im agil regulierten Umfeld?

Erstellt am 15 April 2014
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Agile Entwicklungsmethoden gewinnen stark an Bedeutung und lösen zunehmend phasen- und dokumentengetriebene Vorgehensweisen ab. Bei einer erfolgreichen Einführung überwiegen die Vorteile durch direkte Kommunikation und durch das Integrieren des Experimentierens und des unmittelbaren Feedbacks aus gemachten Erfahrungen sowie das Aufteilen von komplexen Problemstellungen in kleine, gut handhabbare Schritte, um das Risiko einer Fehlentwicklung zu minimieren. Aber wie können in einem regulierten Entwicklungsumfeld diese Vorteile genutzt werden, da eine agile Entwicklung mit diversen Normen und Regularien nicht vereinbar zu sein scheint?

Dies kann ein Fall für den NORMator sein.

Der NORMator ist

Eine Erfolgsgeschichte: Produktentwicklung mit dem Scaled Agile Framework (SAFe)™

Erstellt am 24 März 2014
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Die Ausgangssituation
Unser Kunde ist ein IT-Dienstleister und Hersteller einer Standardsoftware, die im Rahmen eines klassischen Vorgehensmodells entwickelt wurde.
Nach einer Analyse der bisherigen Vorgehensweise, wurden die folgenden Schwachstellen identifiziert: 

Und täglich lügt man sich gegenseitig an – „…ich habe keine Impediments“

Erstellt am 18 Februar 2014
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Kennen Sie die Situation, dass beim Daily die Entwickler reihum ihre drei Fragen durchgehen und auf die dritte Frage stets mit „ich habe keine Impediments“ antworten. Danach geht man wieder an die Arbeit und der ScrumMaster hat einen angenehmen Arbeitstag.
Was läuft in einem solchen Umfeld verkehrt?
Antwort: Die Definition eines Impediments wurde nicht ausreichend verstanden.

Der Business Analyst – als Scout im agil skalierten Umfeld

Erstellt am 13 Januar 2014
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„Was wird aus unseren Business Analysten?“ – Diese Frage ist häufig zu hören – vor allem in größeren Organisationen – wenn die agile Transition beginnt.

Auf diese Frage fallen mir vier Antworten ein:

Requirements Engineering (RE) findet in Scrum kontinuierlich statt – wir nennen es nur nicht so

Erstellt am 16 Juli 2013
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„Wir arbeiten agil und benötigen kein RE mehr“. Diese Aussage hört man immer häufiger in unterschiedlichen Organisationen. Ist die Zeit des Requirements Engineerings (RE) durch die Verbreitung von der agilen Methoden (z.B. durch das Scrum-Framework) damit abgelaufen und werden nicht mehr benötigt?

Agile Transition – wenn aus der Zeit des Wasserfalls noch Altlasten bestehen

Erstellt am 23 Oktober 2012
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Agile Entwicklungsmethoden gewinnen stark an Bedeutung und lösen zunehmend phasen- und dokumentengetriebene Vorgehensweisen ab. Werden agile Prinzipien und damit verbundene Entwicklungstechniken konsequent eingesetzt, wird die Qualität steigen und die Fehlerzahl tendenziell sinken. Aber es gibt auch noch die Zeit vor der Umstellung auf agile Entwicklungsmethoden. Aus diesen Zeiten werden – gerade in großen Organisationen – häufig große Fehlerberge in die neue Zeit überführt. Um diese Fehler kontinuierlich abzubauen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die nachfolgend vorgestellt werden.

Akzeptanzkriterien für User Stories definieren – aber nur wie?

Erstellt am 6 Dezember 2011
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Haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, Akzeptanzkriterien mit Hilfe eines systematischen Vorgehens zu definieren? Oder wollen Sie eine Basis für Ihre Akzeptanztests schaffen, um festzustellen, ob Ihr System oder Ihre entwickelte Software den Kundenerwartungen entspricht?

Akzeptanzkriterien als  Bindeglied zwischen User Stories und Testfällen 

Die Grundlage für diese Fragestellungen bilden Akzeptanzkriterien, die das Bindeglied zwischen User Stories und den Testfällen darstellen. Da in vielen Projekten die Frage nach einer systematischen Methodik zur Ableitung von Akzeptanzkriterien gestellt wird, soll an dieser Stelle eine Vorgehensweise vorgestellt werden, die auf den sogenannte W-Fragen basiert.

Im Gegensatz zur klassischen Entwicklung ist es im agilen Umfeld ausdrücklich erlaubt, die User Stories erst so spät wie möglich, also kurz vor der Realisierung, zu detaillieren. Eine User Story kann nach dem Muster von M. Cohn erstellt werden.

Die drei „C’s“

Sie sollte aus den sogenannten „3 C’ s“ bestehen. Die ersten beiden „C’s“ stehen für „Card“ und „Conversation“, das 3. „C“ für „Confirmation“. Unter dem Begriff „Confirmation“ wird die Definition von Akzeptanzkriterien verstanden, die in der Regel auf der Rückseite einer Karteikarte festgehalten werden. Akzeptanzkriterien leisten gemäß der „Definition of  Done“ einen Beitrag zur Beantwortung der Frage, ob eine User Story fertig ist.

Das Hinterfragen von Schlüsselwörtern

Eine Möglichkeit, Akzeptanzkriterien zu definieren, erfolgt über das Hinterfragen von Schlüsselwörtern. Diese müssen zunächst in der User Story identifiziert werden. Dann können wir nachfolgend prüfen, ob Fragestellungen – basierend auf den sogenannten W-Fragen (wer, wann, wie oft etc.) – mit einer sinnvollen Antwort versehen werden können.

Fragen, die in dem jeweiligen Kontext keine sinnvolle Antwort zulassen, werden ignoriert. Unter Schlüsselwörtern sind Vollverben, Adjektive und Substantive zu verstehen. Das Hinterfragen muss zu einer sinnvollen Antwort führen und eine User Story inhaltlich ergänzen bzw. konkretisieren.
Im Rahmen der Team-Kommunikation kann das Hinterfragen von Schlüsselwörtern dazu beitragen,  zwischen den Stakeholdern ein gemeinsames Verständnis für die anzustrebende Umsetzung zu erlangen. Die Antworten auf die Fragestellungen ermöglichen, konkrete Akzeptanzkriterien zu definieren. Zwischen den Antworten der Stakeholder und den Akzeptanzkriterien muss keine 1:1-Beziehung bestehen, sondern mehrere Antworten können zu einem Akzeptanzkriterium zusammengefasst werden oder eine Antwort zu mehreren Akzeptanzkriterien führen. Die formulierten Akzeptanzkriterien müssen abschließend abgestimmt werden und dienen als Basis für Akzeptanztestfälle.

Anhand der folgenden User Story demonstriere ich die Vorgehensweise:

Zunächst sind Schlüsselwörter zu identifizieren, die im weiteren Vorgehen zu Hinterfragen sind.

Die Schlüsselwörter „speichern“ und „Profil“ werden in einen vorbereiteten Fragenkatalog eingesetzt.

Die entstandenen Fragen werden im Team diskutiert und sollen die Kommunikation unterstützen und soll mögliche Lücken in der Anzahl der Akzeptanzkriterien schließen.

In nächsten Schritt werden die Antworten auf die Fragen in konkrete Akzeptanzkriterien zusammengefasst.

Die formulierten Akzeptanzkriterien müssen abschließend abgestimmt werden, um im letzten Schritt Testfälle zu erstellen, die dem bewährten Muster

  • Vorbedingung
  • auszuführende Testschritte
  • erwartetes Ergebnis
  • Nachbedingung
  • verwendete Testdaten

entsprechen.

 

Von Akzeptanzkriterien zum erfolgreichen Akzeptanztest

Fazit: Von User Stories abgeleitete Akzeptanzkriterien eignen sich hervorragend, um eine ausreichende Testbasis für den Akzeptanztest sicherzustellen. Bei einer  Vorgehensweise mit Hilfe von fünf Schritten steht die Definition von Akzeptanzkriterien im Mittelpunkt. Ziel soll es dabei sein, die Team-Kommunikation zu unterstützen und konkrete Details zu User Stories zu definieren, um die Basis für einen erfolgreichen Akzeptanztest zu legen. Zudem kann am Beispiel der Definition von Akzeptanzkriterien durch das Hinterfragen von Schlüsselwörtern demonstriert werden, wie eine klassische Methode ins Scrum-Framework eingebettet werden kann.

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Möchten Sie mehr über Akzeptanzkriterien erfahren? Dann empfehle ich Ihnen, eines unserer beliebten Trainings, wie beispielsweise das zum  Certified Agile Requirements Specialist (CARS) oder zum Scrum Master.