Wie gehen wir mit der Qualitätssicherung von Anforderungen im agilen Umfeld um?

In vielen Projekten benutzen wir User Stories und versuchen, die INVEST-Kriterien zu erfüllen. Aber was ist mit den Qualitätskriterien für Anforderungen, wie sie beispielsweise das IREB (International Requirements Engineering Board) vorschlägt? Brauchen wir die noch? Wenn ja, wann und wie kommen sie zum Einsatz?

Bevor wir uns diesen Fragen (in weiteren Blogbeiträgen) zuwenden, treten wir doch mal einen Schritt zurück und betrachten die Frage der Qualität von Anforderungen aus einer anderen Perspektive.

Das Ziel von Requirements Engineering ist es, durch Kommunikation ein gemeinsames Verständnis der Anforderungen bei allen an einem Entwicklungsvorhaben Beteiligten zu schaffen. Wenn Kommunikation ein so entscheidender Faktor ist, macht es vielleicht Sinn, sich zuerst einmal mit der Qualität der Kommunikation zu beschäftigen. Die Prinzipien #4 und #6 des Agilen Manifests geben hier eine klare Richtung vor:

Prinzip #4: “Fachexperten und Entwickler müssen während des Projektes täglich zusammenarbeiten.”

Wir müssen häufig, täglich kommunizieren.

Prinzip #6: „Die effizienteste und effektivste Methode, Informationen an und innerhalb eines Entwicklungsteams zu übermitteln, ist im Gespräch von Angesicht zu Angesicht.”

Nicht Dokumente führen zu einem einheitlichen Verständnis, sondern Gespräche von Angesicht zu Angesicht.

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Wenn Sie die Kommunikation zwischen Fachbereich und Entwicklung verbessern, wird das Verständnis für das, was gefordert ist, und damit die Qualität der Anforderungen, steigen. Auch wenn Sie sonst nichts ändern.