Laut einer Prognose auf der diesjährigen Cebit in Hannover werden 50 Milliarden Geräte bis 2020 vernetzt sein.

Perzeptive Umgebungswahrnehmung, Geosensitive Daten, Wearables, Cyberphysikalische Systeme – eine Vielzahl neuer Schlagwörter kursiert in diesen Tagen durch das Netz. Sie künden eine neue Welt der rechnergestützten Informationssystemen an, in denen smarte Alltagsgegenstände mit digitaler Logik, Sensorik und der Möglichkeit zur Vernetzung ein „Internet der Dinge“ bilden.

Während in der Vergangenheit noch klassische Computer mit begrenzten Ressourcen das digitale Zeitalter prägten, so finden wir heutzutage wegen ihren fast zu vernachlässigten Preisen Prozessoren, Speicherbausteine und Sensoren in alltäglichen Gebrauchsgegenständen. Mit miniaturisierten und energieeffizienten Sensoren ist es schon jetzt möglich die Phänomene der Welt in bisher nie da gewesener Genauigkeit zu beobachten. Dabei bilden mehrere Sensoren einen sogenannten Sensorverbund. Der Sensorverbund hat dabei die Aufgabe, Daten zu sammeln und an eine sogenannte Logik weiterzuleiten, die dann die Daten intelligent auswertet. Verbunden sind diese Geräte meist mit physikalischen Systemen, welche direkt Einfluss auf ihre Umgebung haben. Schweißroboter die Objekte beliebig miteinander verbinden können; Autoreifen die den Fahrer benachrichtigen, wenn der Luftdruck abnimmt; Smartphones, die auf spezielle Angebote hinweisen, sobald sich eine Person an einem bestimmten Ort befindet; eine Straßenlaterne, die Schadstoffe misst; ein Weinberg, der dem Winzer den Reifegrad der Reben verrät. Oder Biochips, die Menschen mit dem IoT (Internet of Things) verbinden. Das Leistungsangebot ist schier unbegrenzt.

Voraussetzung für das Internet der Dinge ist jedoch die Kommunikationsfähigkeit der einzelnen Gegenstände untereinander. Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Funktechnologie, gelangen wir zu einer völlig neuen Art der Kooperationsfähigkeit.

Die Industrie träumt inzwischen von einer völlig neuen Dimension der Automatisierung. Maschinen, die sich selbst konfigurieren um Objekte zu kombinieren und zu konfigurieren.

Damit ein Internet der Dinge aber unsere reale Welt vollständig durchdringt, bedarf es mehr als nur einer Kooperation mikroelektronischer Gegenstände. Benötigt wird vor allem eine stabile und sichere Infrastruktur, welche den rechtlichen Rahmenbedingungen genügt. Bis die Zeit aber gekommen ist, müssen wir uns nicht nur über technische Dinge Gedanken machen. Wie sehen beispielsweise Organisationsstrukturen aus, die solche Systeme entwickeln? Welche Art der Zusammenarbeit leben wir in der Zukunft?

Eines ist allerdings sicher, die Auswirkungen des Internet of Things werden gewaltig sein. Sowohl in unserem privaten, als auch in unserem beruflichen Leben.

In unserer zukünftigen Blogserie informieren wir Sie, welche Entwicklungen das Thema Internet of Things durchlebt. Seien Sie gespannt!