Eine Konferenz für agile Führungskräfte und solche, die es werden wollen“, das ist das Motto der Manage Agile, welche dieses Jahr zum dritten Mal in Berlin stattfand. Agile-by-HOOD war mit einem Stand und einem Vortrag über Use Case 2.0 vertreten. Die Vorträge haben sich in die Themenfelder betriebswirtschaftliche Aspekte, Anwenderberichte, Führung und Organisation und Personalführung gegliedert. Durch die große Auswahl an Vorträgen hatte man die Qual der Wahl.

In meinem ersten Blogeintrag möchte ich gerne auf meine Eindrücke der Manage Agile 2014 eingehen. In mehreren Vorträgen wurde das Bild einer agilen Führungskraft gezeigt, das nicht dem alten „Command and Control“ Muster folgt, sondern ein „Servant Leader“ ist, welcher stets das „WARUM“ von Handlungen transparent hält.

golden_circle Anlehnend an das inspirative Führungsmodell von Simon Sinek, der goldene Kreis, mit dem „WARUM“ in der Mitte, gefolgt vom „WIE“ und „WAS“. Eine agile Führungskraft kommuniziert also immer von der Mitte beginnend mit dem „WARUM“!

 

Ein weiterer Themenschwerpunkt war das agile Projektmanagement. Im klassischen Projektmanagement wird der Umfang und die Lösung früh vorgegeben und Zeit sowie Kosten akribisch geplant. Dabei wird das Entwicklungsteam in der Regel nicht mit einbezogen. Ich möchte hier nicht auf das agile Manifest mit „Reagieren auf Veränderung mehr als Befolgen eines Plans“ eingehen, sondern darauf hinweisen, dass dies für das Team kreativitätsmindernd wirkt. Denn bereits vorgegebene Lösungswege schränken die Kreativität und den Spielraum eines Teams ein. In einem Vortrag wurde ein Fallbeispiel gezeigt, indem ein Entwicklungsteam selbst zu Beginn eines Projektes den Lösungsraum erforscht hat und so Ihre eigenen Ideen entwickeln konnte. Dadurch entstanden neue, kreative Möglichkeiten. Die Mitarbeiter waren engagierter und motivierter.

Gibt man Teams viel Freiheit in der Lösungsfindung, wird Transparenz hinsichtlich des Fortschritts für die Führungskräfte immer wichtiger. Eine Antwort hierzu  gab es  in dem Vortrag „Den Überblick behalten“ von Susanne Mühlbauer und Uwe Valentini, durch eine Einführung in das Use Case 2.0 Konzept von Ivar Jacobson. Use Case 2.0 setzt auf das Konzept des „Story Telling“. Ein System wird nicht als Ganzes beschrieben, sondern in einzelnen Geschichten. Viele Geschichten ergeben erst einen ganzen Use Case. Jede Geschichte hat dabei immer ein Ende, das einen Nutzen für den Kunden widerspiegelt.

In diesem Sinne möchte ich den Blogeintrag mit einem weiteren Nutzen für Sie zu Ende bringen und Sie auf unsere Schulungen und Workshops aufmerksam machen.