Ein erstes Highlight dieses Jahr waren zwei Tage „ALM Days“ in Düsseldorf. Hochkarätiger Sprecher, interessante Vorträge und ein höchst professionelles Ambiente, ließen keine Wünsche offen.

Besonders gefallen hat mir die Keynote „Engineering for a cloud cadence“ von Brian Harry, General Manager Team Foundation Server von Microsoft.

SAMSUNGAbbildung 1: Keynote Brian Harry „Engineering for a cloud cadence“.

Brian zeigte eindrucksvoll, wie die Entwicklung des TFS und des Visual Studio selbst nach Scrum organisiert wird, welche Erfahrungen und Anpassung im Vorgehen gemacht wurden. Damit schaffte es die Developer Division von Microsoft, mit mehreren tausend Entwicklern, vollständig ihre Ergebnisse in der Cloud, dem Visual Studio Online (früher TFService), kontinuierlich zur Verfügung zu stellen.

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Abbildung 2: Sprintzyklen in der Developer Division für TFS und Visual Studio von Microsoft.

In den letzten Jahren hat sich, für die agile Entwicklung mit Scrum, ein Rhythmus von drei Wochen bewährt. In der überlappenden vierten Woche erfolgt das Deployment im Visual Studio Online, die ALM Cloud-Plattform von Microsoft. Die Planungen der Features erfolgt aller 6 Monate (Frühling und Herbst) in so genannten Seesons. Die strategische Ausrichtung, die Vision, hat einen Planungshorizont von 18 Monaten.

Ein essentieller Aspekt für dieses Arbeitsmodell bei Microsoft, ist die kontinuierliche Inbetriebnahme der Sprintergebnisse. Welche Punkte für das Deployment hierbei eine wichtige Rolle spielen ist in Abbildung 3 aufgelistet.

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Abbildung 3: Wichtige Punkte für das Deployment im Visual Studio Online.

Welche Ergebnisse die agile Entwicklung bei Microsoft hervorbringt, kann man sich jederzeit in der Feature-Liste des Visual Studio Online (VSO) ansehen. Damit stellt Microsoft derzeit eine einmalige Transparenz über die Entwicklung seiner ALM Suite zur Verfügung und setzt in diesem Bereich neue Maßstäbe.

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Abbildung 4: Feature-Liste des VSO vom 3. März 2014.

Ein modellbasierter Ansatz zur Konfiguration von ALM-Umgebungen

Das der TSF eine Umgebung für kontinuierliche Prozessverbesserungen ist – vor allem in mittleren und großen Unternehme, davon haben Martin Künzle und ich berichten können. In unserem Vortrag „Ein modellbasierter Ansatz zur Konfiguration von ALM-Umgebungen“ zeigten wir dies an Hand von drei Szenarien in einer Live-Demo mit dem TFS 2013. Weiter Informationen siehe auch Blogbeiträge zu: Modellbasiertes ALM (TeamConf 2013) und Model Your World – MID Insight 2013.

Ein Aspekt unseres Vortrages war die Darstellung des effizienten Designs durch unseren modellbasierten Ansatz. Mit einer objektorientierten Modellierung konnten wir in unserem Modell einen Baukasten definieren, der alle Eigenschaften von TFS Prozessvorlagen redundanzfrei enthält. Eine konkrete Projektvorlage erbt quasi die benötigten Eigenschaften aus dem Baukasten. Unser Code-Generator erzeugt aus dieser Konfiguration dann die konkreten Work-Item-Type-Definitionen. Dieses Prinzip ist in Abbildung 5 veranschaulicht.

TFS Process Template InheritanceAbbildung 5: Effizientes Design durch einen modellbasierten Ansatz.

In einem Beispiel für ein TFS Team-Projekt zeigt sich, wie wichtig es war, dass Level der XML-Konfigurationsdateien (*instance) um ein effizientes Design-Level (*configuration) anzureichern.

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Abbildung 6: Effizientes Design am Beispiel einer TFS Team-Projekt-Instanz.

Ich hoffe, ich konnte Sie ein wenig in Resonanz versetzen; dann schreiben Sie mir gerne eine E-Mail oder noch besser eine Kommentar.

Viele Grüße, Ihr Jens Donig