Einige Monate ist es her, da war dem Entwickler das Herz so schwer.
Das Build gebrochen, die Tests daneben und QM – haben ihm den Rest gegeben.

Einige Wochen ist es her, da war dem Projektleiter das Herz so schwer.
Die Planung umsonst, das Team rebelliert und HR mahnt ungeniert.

Einige Tage ist es her, da war dem Management das Herz so schwer.
Die Vision vernebelt, die Zahlen schlecht und skeptische Ratings – zu Recht.

Einige Monate ist es her, da dachte der Entwickler so geht es nicht mehr.
Nur tun was Jetzt muss mit Waste mach ich Schluss
und liefere Code der läuft ohne Not.

Einige Wochen ist es her, da wurde aus dem PL ein PO und der Entwickler war froh.
Doch hat der Neue wirklich verstanden? Verlässt er nun die alten Banden?
Versteht er, dass das Jetzt entscheidend ist?
Dass er jetzt weiß was er will – Nicht Alles aber das wenige Stabil.

Einige Tage ist es her, da war dem Management das Herz so schwer.
Ein neuer Wind ist durchs Haus geflogen, hat manchen PL vom Platz gezogen,
hat Entwicklern Hoffnung gegeben und motiviert,
nur das Management hat‘s nicht kapiert!

So bleibt doch alles wie es ist … HALT NEIN, das kann es doch nicht gewesen sein!

In einigen Tagen ist es so weit, da plant das Management auf Sicht.
Vertrauen und Verantwortung gibt es als Kredit und ohne Pfand.
Kompetenzen aufzubauen und Zeit zur Rückerstattung liegen in Entwicklerhand.

In einigen Wochen ist es so weit, da zahlt das Team seine Raten.
Feedback und Lieferungen gibt’s jetzt aller Tage, die Kunden sehen die Taten.
Dem Lernen folgt Integrität und damit ethisches Handeln,
aus Chaos wurde System-Verwandeln!

In einigen Monaten ist es so weit, die Kredite sind abgegolten.
Kunden, Entwicklung und Betrieb sie schreibsprechen
über das Anforderungskind
was sie wollten.
Ein Kind, dass das Team muss mit commit, code und test erziehen,
bis es zur Auslieferung gediehen.

Und wird die Reifeprüfung immer besser bestanden so zeugen die Entwickler Wert.
Zufriedene Kunden und erfolgreich Projekte häufen sich, was die Teams ehrt.
Ein Unternehmen wird dann an seinen Mitarbeitern gemessen,
denn nachhaltige Wertschöpfung wird nicht vergessen.

Eine besinnliche Weihnacht und ein wandelreiches neues Jahr,
Ihr Jens Donig